BG|BRG Villach St.Martin | Die 5a beim Jugendparlament 11/18
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Die 5a beim Jugendparlament 11/18

Die 5a beim Jugendparlament 11/18

Wie jedes Jahr tagte das Jugendparlament der Republik Österreich auch diesen November in der Hofburg in Wien. Mag. Wolfgang Sobotka, der Präsident des Nationalrates, lud alle 9. Schulstufen aus Kärnten und dem Burgenland (den Bundesländern, die heuer den Vorsitz im Bundesrat haben) ein, sich in einem Wettbewerb für die Teilnahme am heurigen Jugendparlament zu qualifizieren. Die Schülerinnen und Schüler mussten einen Beitrag zum Thema „Was bedeutet Demokratie für mich“ gestalten. Eine unabhängige Jury wählte dann aus allen eingesandten Beiträgen vier Schulklassen aus, die für zwei Tage nach Wien fahren durften, um am Jugendparlament in der Hofburg teilzunehmen.

Auch die 5a entschied sich dafür einen Beitrag zu gestalten und einzusenden. Schnell war klar, dass die Klasse einen deutschen Rap, der sich mit dem Thema Demokratie befasst, schreiben und komponieren würde. In kurzer Zeit und mit großem Einsatz entstand ein tiefschürfender Song zum Thema Demokratie mit dem folgenden Refrain.

Freiheit, Gleichheit …
Alle müssen mitbestimmen
Gier des einzelnen zu dimmen,
Gerechtigkeit, Sicherheit …
wir haben das Recht zu wählen,
uns soll doch kein Führer quälen.
Freiheit, Gleichheit …
unsre Presse ist zwar frei,
aber voll mit Laberei,
Gerechtigkeit, Sicherheit …
Die Wähler sind in kleiner Zahl,
ist Fahrlässigkeit legal?

(Dieser Song ist auf Youtube unter „5a – democracy“ zu sehen und zu hören).

Ende Oktober bekam die 5a schließlich einen Brief vom Nationalratspräsidenten Mag. Wolfgang Sobotka, der ihnen mitteilte, dass sie und drei weitere Schulklassen ausgewählt wurden um am Jugendparlament 11/18 teilzunehmen.

Am 29.11.2018 ging es früh mit dem Zug nach Wien. Nach der Begrüßung durch die Bundesratspräsidentin Inge Posch-Gruska und den designierten Bundesratspräsidenten Ingo Appé bekamen die Schülerinnen und Schüler das Tagesthema präsentiert. In ihrem Parlamentstag sollten die Teilnehmer einen Gesetzesentwurf zur politischen Bildung in Österreichs Schulen bearbeiten.

Zunächst wurden die Teilnehmer in fiktive Klubs eingeteilt, welchen jeweils ein „echter“ Nationalratsabgeordneter unterstützend zur Seite gestellt wurde. Das waren Nico Marchetti (ÖVP), Eva Maria Holzleitner (SPÖ), Ricarda Berger (FPÖ) und Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS). Danach wurden die Rollen für den nächsten Tag verteilt. Während einige Schülerinnen und Schüler in ihren Klubs Abgeordnete, Klubvorsitzende oder Ausschussmitglieder wurden, meldeten sich andere dafür die Rolle von Reportern einzunehmen, die über den Tag und die Parlamentsarbeit berichten würden.

Nachdem der Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka am 30.11.2018 das Jugendparlament eröffnete, startete um 8 Uhr die Parlamentsarbeit welche den ganzen Tag andauern sollte. Während die Abgeordnete in ihren Klubs und Ausschüssen tagten, berichteten die Reporterinnen und Reporter live von den Klub- und Ausschusssitzungen bzw. interviewten die Beteiligten.

In acht Klub- und Ausschusssitzungen wurden Experten befragt, der Gesetzesentwurf besprochen und gemäß den Vorstellungen der einzelnen Klubs abgeändert. Währenddessen begleiteten die Reporterinnen und Reporter das Geschehen, interviewten, schrieben Artikel und filmten die Sitzungen. Während der Mittagspause wurden bereits Koalitionsgespräche geführt und am Nachmittag zeichneten sich bereits deutliche Koalitionspräferenzen zwischen den einzelnen Klubs ab. Als die Abgeordneten dann am Ende des Tages zur Plenarsitzung schritten, welche im Livestream des Parlaments übertragen wurde, konnte der neue Gesetzesentwurf zur politischen Bildung in Österreichs Schulen im Jugendparlament ratifiziert werden.

Alles in allem war die Teilnahme am Jugendparlament in Wien eine einmalige Gelegenheit Politik aus nächster Nähe zu erleben, wie auch die Schülerinnen und Schüler der 5a rückmelden.

„Dieses Projekt war eine so tolle Erfahrung, ich glaube, wir hatten alle Spaß und haben dabei viel gelernt – ich würde das alles gerne wiederholen.“ (Theresa Gredler)

„Die zwei Tage im Parlament waren aufregend und interessant, da wir einen tiefen Einblick in die Politik unseres Landes bekommen haben.“ (Henry Acres)

„Dieses Projekt war ein tolles Erlebnis, da man selten die Chance bekommt an der Stelle der Abgeordneten oder Journalisten zu sein und es ein cooler Tag im Parlament war.“ (Clara Rainer)

„Dabei zu sein hat mir geholfen, wirklich zu verstehen, was unsere Politiker machen.“ (Lena Krenauer)

„It was a great and unique experience to see how our Parliament works. The organisation was brilliant and I could really learn something, because this topic is boring at school but really interesting when you can experience it.” (Florian Sidorenko)