13 MĂ€rz Podiumsdiskussion: Kollege Roboter, Kollegin KI
âKollege Roboter, Kollegin KI:
Warum die schulische Auseinandersetzung mit digitalen und
ethischen Kompetenzen im Kontext von fortschreitender Digitalisierung
relevant fĂŒr unsere Zukunft ist.â
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Zu dieser besonderen Podiumsdiskussion lud der Absolventenverband am Freitag, den 27.02.2026 ein. Es war die erste Veranstaltung der neu etablierten St. Martiner Bildungsplattform, deren Ziel es ist, einen Ort fĂŒr Diskurs zu wichtigen bildungsrelevanten Themen in der Schulgemeinschaft und darĂŒber hinaus bereitzustellen. Das Thema âKĂŒnstliche Intelligenzâ betrifft mittlerweile alle Bereiche des Lebens, wenngleich ihm oft mit Argwohn und Skepsis begegnet wird. Frau HR Mag. Roswitha Errath, die Obfrau des AbsolventenInnenverbandes, moderierte die Diskussion mit Dr. Ing. Frank PrĂ€maĂing, Dr. Cornelia Stefan vom philosophischen Institut der AUU Klagenfurt, Clemens Luderer, Theatermacher und Regisseur der Neuen BĂŒhne Villach und Obmann des Elternvereins des BG/BRG St. Martin, sowie dem Schulsprecher Linus Hirschl.
Dass Roboter mittlerweile imstande sind, sogar asiatische Kampfsportarten auszufĂŒhren, zeigte Dr. PrĂ€maĂing mit seinem Einstiegsvideo. Er berichtete von der rasanten Weiterentwicklung der KI und deren Einsatz in vielen Bereichen unseres Alltags. An selbstfahrenden Autos und Robotern in allen Lebensbereichen wird also kein Weg vorbeifĂŒhren. Besonders hilfreich erweist sich ihr Einsatz im Pflegebereich und ĂŒberall dort, wo der Mensch ersetzt werden kann. Das heiĂt nicht, dass wir von der Technik verdrĂ€ngt werden, vielmehr wird der Ăberalterung der Gesellschaft entgegengearbeitet.
Auch Frau Dr. Stefan steht der KI durchaus positiv gegenĂŒber und sieht sie als Chance, sich hochkomplexes Wissen anzueignen und mit ihr zu experimentieren. Allerdings ist ein reflektierter Umgang damit nötig, denn das bloĂe Ăbernehmen von KI-generierten Antworten und Texten ist weder fĂŒr SchĂŒlerInnen noch StudenInnen förderlich. An der UniversitĂ€t wird daher wieder mehr Wert auf den mĂŒndlichen Diskurs gelegt. Wesentlich aber ist, dass wir Menschen uns unserer besonderen FĂ€higkeiten (Empathie, soziales Miteinander leben, Netzwerken , Verantwortungsbewusstes Handeln) wieder verstĂ€rkt bewusstwerden, denn darin werden wir den Maschinen immer ĂŒberlegen sein.
Dass die KI eine Konkurrenz fĂŒr die Kunst sein könnte, glaubt Clemens Luderer nicht. Er versteht die KI als Werkzeug, plĂ€diert aber auch dafĂŒr, die KreativitĂ€t der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler gezielt zu fördern. Selbst nutzt er die KI, z.B., als Impuls um TheaterstĂŒcke zu schreiben, in denen sie eine Rolle spielt.
Der Schulsprecher Linus Hirschl prĂ€sentierte die Ergebnisse einer Umfrage zur Relevanz der KI in der Schule. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sind sich dessen bewusst, dass die KI fĂŒr ihre zukĂŒnftigen Berufe relevant sein wird. Schon jetzt wird in der Schule mit KI gearbeitet â sehr hĂ€ufig werden die Ergebnisse jedoch ohne nachzudenken ĂŒbernommen. Daher sind sich alle DiskussionsteilnehmerInnen darin einig, dass die SchĂŒlerInnen zum eigenstĂ€ndigen, kritischen Denken und Arbeiten angeleitet und darin geschult werden mĂŒssen, die KI verantwortungsbewusst einzusetzen.
Fazit der Diskussion: Gehen wir mit der KI mutig in die Zukunft, sehen sie als UnterstĂŒtzung und nutzen sie mit Bedacht! Sie wird diejenigen zu besseren Ergebnissen leiten, die ĂŒber ein komplexes Wissen verfĂŒgen, diejenigen aber, die sich auf sie verlassen und Wissenserwerb als nicht mehr zeitgemÀà erachten, zurĂŒcklassen.





