BG|BRG St.Martin Abendschule | B-Schug
48
page-template-default,page,page-id-48,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-9.2,wpb-js-composer js-comp-ver-6.3.0,vc_responsive
 

B-Schug

Das Wichtigste aus dem Schulunterrichtsgesetz f├╝r Berufst├Ątige

Seit 1. M├Ąrz 1997 gilt das neue B-SchUG, das Studierenden und Lehrern mehr Autonomie und Eigenverantwortung ├╝berl├Ąsst. Vieles an diesem Gesetz bringt sicherlich Vorteile, aber die so genannten gro├čen Erleichterungen“ f├╝r die Studierenden k├Ânnen – wie auch die Praxis bereits bewiesen hat – eher zu Erschwernissen“ werden. Wichtig ist, dass der Studierende mit den auf den ersten Blick gew├Ąhrten Freiheiten nicht zu gro├čz├╝gig umgeht, da sonst am Ende des Semesters das b├Âse Erwachen folgen wird.

Im Folgenden werden die wichtigsten f├╝r uns g├╝ltigen Paragraphen zusammengefasst, wobei auch auf besondere Vor- und Nachteile hingewiesen wird.

├é┬ž 7 Anmeldungen f├╝r das laufende Semester:
F├╝r die Aufnahme hat der Schulleiter eine Frist zur Anmeldung festzulegen.
Diese Frist betr├Ągt vier Wochen ab Semesterbeginn.

├é┬ž 21 Leistungsbeurteilung f├╝r ein Semester:
Die Beurteilung erfolgt durch den Lehrer des betreffenden Unterrichtsgegenstandes.
Leistungsfeststellung am Ende des Semesters:
Wenn der Lehrer eine sichere Leistungsbeurteilung nicht treffen kann, so hat er sp├Ątestens innerhalb der letzten zwei Wochen des Semesters eine Leistungsfeststellung anzuordnen. Tritt der Studierende dieser Leistungsfeststellung nicht an, so ist er in diesem Unterrichtsgegenstand f├╝r das betreffende Semester nicht zu beurteilen.“

Diese Leistungsfeststellung kann schriftlich oder m├╝ndlich erfolgen (oder sowohl als auch).
Sie ist notwendig, wenn bestimmte w├Ąhrend des Semesters gestellte Aufgaben nicht erf├╝llt wurden, wenn sich der Lehrer kein klares Bild ├╝ber den Leistungsstand eines Studierenden machen kann (z.B. wegen fehlender Schularbeiten, Tests, Ausarbeitungen, Mitarbeit…).
Mangelnde Mitarbeit ist auch gegeben, wenn pro Semester mehr als 40 % gefehlt wird.

Der Studierende hat auch ein Recht auf Wunschpr├╝fungen:
Auf Wunsch des Studierenden ist einmal im Semester eine Leistungsfeststellung durchzuf├╝hren. Das Ansuchen ist so zeitgerecht zu stellen, dass die Durchf├╝hrung der Pr├╝fung m├Âglich ist.

Wird ein Pflichtgegenstand negativ abgeschlossen, muss dar├╝ber ein Kolloquium (im Lauf des n├Ąchsten Semesters) abgelegt werden.

Vorsicht:
Diese Regelung klingt im ersten Moment sehr hilfreich f├╝r die Studierenden, da anscheinend jeder selbst entscheiden kann, ob er regelm├Ą├čig mitarbeiten will oder am Ende des Semesters Pr├╝fungen ablegt. Dies kann jedoch leider zu groben Schwierigkeiten f├╝hren:
Falls w├Ąhrend des Semesters zu viel gefehlt wurde und zu wenig Leistungen erbracht wurden (dazu z├Ąhlt auch die Mitarbeit!), h├Ąufen sich Pr├╝fungen und Nachschularbeiten in den letzten 2 Wochen eines Semesters! Wenn dies auf mehrere Unterrichtsgegenst├Ąnde zutrifft, ist der Lernaufwand am Schluss des Semesters kaum zu schaffen.

├é┬ž 22 Information der Studierenden ├╝ber ihren Leistungsstand:
Jeder Studierende hat das Recht, auf sein Verlangen hin ├╝ber seinen Leistungszustand informiert zu werden.
Wenn die Leistungen eines Studierenden nicht oder mit Nicht gen├╝gend zu beurteilen w├Ąren, muss ihm dies unverz├╝glich mitgeteilt werden. In einem beratenden Gespr├Ąch sollen leistungsf├Ârdernde Ma├čnahmen besprochen werden (mit Studierendem, Lehrer, Klassenvorstand).

├é┬ž 23 Kolloquien:
Falls ein Studierender in einem Pflichtgegenstand nicht oder mit Nicht gen├╝gend“ beurteilt wurde, muss dies durch ein Kolloquium ausgebessert werden. Dieses kann einmal wiederholt werden. Es ist zwar m├Âglich, auch im negativ abgeschlossenen Gegenstand in die n├Ąchste Stufe aufzusteigen. Aber bis zum Ende dieses Semesters muss die negative Note ausgebessert werden. Man kann also nie ein Fach, in dem man negativ ist, zwei Stufen h├Âher besuchen.
Wenn das Kolloquium und die Wiederholung des Kolloquiums negativ sind, muss dieser Pflichtgegenstand nochmals wiederholt werden.

Dazu ein Fallbeispiel:
“ .Nicht Gen├╝gend“ oder n.b. in A4: Aufstieg in A5 ist m├Âglich; A4 muss aber positiv abgelegt werden, sonst ist A6 nicht m├Âglich ? Falls das Kolloquium negativ ist, muss A4 wiederholt werden. In allen positiv abgeschlossenen Gegenst├Ąnden wird die Note ├╝bernommen.

Pr├╝fungsstoff: Lehrstoff des entsprechenden Gegenstandes f├╝r den Zeitraum eines Semesters. Kolloquien sind nur ├╝ber den ganzen Stoff eines Semesters m├Âglich!
Kolloquien sind m├╝ndlich, in allen Schularbeitsf├Ąchern k├Ânnen sie aber zus├Ątzlich auch schriftlich sein.

Pr├╝fer: der den Unterrichtsgegenstand zuletzt unterrichtende Lehrer oder im Verhinderungsfall ein fachkundiger Lehrer. Die Beurteilung legt der Pr├╝fer fest und diese gilt als Leistungsbeurteilung f├╝r das ganze Semester. (Pr├╝fungsnote = Semesternote)

—————————————————————————————————————————————————

Studierende oder Lehrer k├Ânnen als Zuh├Ârer an Kolloquien teilnehmen.

Pr├╝fungstermine:

Kolloquien sind fr├╝hestens am Anfang des folgenden Semesters m├Âglich.
F├╝r die KOLLOQUIEN und DIFFERENZPR├ťFUNGEN gibt es in jedem Semester drei Termine zur Wahl:
Bei negativer Beurteilung im Sommersemester:
1. Termin in der ersten Unterrichtswoche im WS (Termine der einzelnen Gegenst├Ąnde werden bekannt gegeben und ausgeh├Ąngt).

2. und 3. Termin: W├Ąhrend des WS laut ausgeh├Ąngtem Pr├╝fungsplan (nach Wochen und Gegenst├Ąnden eingeteilt) zweimal im Semester.

Bei negativer Beurteilung im WS:
1. und 2. Termin: W├Ąhrend des Sommersemesters laut ausgeh├Ąngtem Pr├╝fungsplan (nach Wochen und Gegenst├Ąnden eingeteilt) zweimal im Semester.
3. Termin in der ersten Unterrichtswoche im WS (Termine der einzelnen Gegenst├Ąnde werden bekannt gegeben und ausgeh├Ąngt).

Den genauen Termin f├╝r die m├╝ndlichen Kolloquien legt der pr├╝fende Lehrer zusammen mit dem jeweiligen Studierenden (in der vorgesehenen Pr├╝fungswoche) fest.
Anmeldung zum Kolloquium: Der Studierende muss sich sp├Ątestens 1 Woche vor der Pr├╝fungswoche schriftlich anmelden. Der Pr├╝fungstermin wird durch die Unterschrift des Studierenden best├Ątigt.

├é┬ž 28 Wiederholung von Pflichtgegenst├Ąnden:
Ein Pflichtgegenstand kann h├Âchstens zweimal wiederholt werden.

Eine dritte Wiederholung kann auf Ansuchen des Studierenden vom Schulleiter bei Vorliegen wichtiger Gr├╝nde bewilligt werden.

—————————————————————————————————————————————————

43 – 46 Schulordnung:
Es geh├Ârt nach wie vor zu den Pflichten der Studierenden, den Unterricht
regelm├Ą├čig und p├╝nktlich zu besuchen, an Schulveranstaltungen teilzunehmen und die notwendigen Unterrichtsmittel mitzubringen .
Die in der Hausordnung aufgestellten Regeln sind zu befolgen. Wenn ein Studierender l├Ąnger als zwei Wochen ununterbrochen fehlt, ohne sein Fernbleiben zu begr├╝nden, erh├Ąlt er eine schriftliche Aufforderung, sich zu melden. Falls er innerhalb der vorgegebenen Frist darauf nicht reagiert, gilt er als von der Schule abgemeldet.

├é┬ž 62 Berufungen gegen Entscheidungen (des Direktors, der Lehrerkonferenzen, des SGA ) sind m├Âglich.

—————————————————————————————————————————————————