Totenschädel und Ananas
Lesetag am 19. Oktober
„Die Großen könnten den Kleinen etwas vorlesen!“ Diese Idee hatte Professor Walter Aichner, „Bücherwurm“ und Hüter der Bibliothek. Dazu suchte er sich Verbündete und fand sie in der 6A-Klasse und ihrer Deutschlehrerin Madeleine Strauss. Also machten sich die beiden Professoren auf die Suche nach Texten, die vorgelesen werden konnten und richteten mit Hilfe der Schüler sechs Lesestationen ein, an denen Folgendes geboten werden sollte: Texte zum Nachdenken, zum Lachen, Gruseliges, Spannendes, Geschichten aus dem Alltag und eine Nachtgeschichte. Zum Teil wurden diese Orte der Lektüre von den Leserinnen und einem Leser (bravo, Samuel) liebevoll dekoriert und ansprechend gestaltet.
Wie fürs Lesefest bestellt, war der …. Oktober dann ein besonders trüber Tag, an dem die überall aufgestellten Kerzen behagliche und entspannte, manchmal auch gruselige Stimmung erzeugten. Und dann wurde gelesen! Von einigen „Großen“ betreut und herumgeführt, wanderten Gruppen von Schülerinnen und Schülern der ersten und zweiten Klassen von einer Lesestation zur anderen, lauschten, lachten oder machten ernste Gesichter. (Laut einer im Anschluss an das Fest in der 2F durchgeführten Umfrage gefiel den Kindern die Szene im Supermarkt, (Kathrin Gelbmann und Laura Chloupek) am besten, dicht gefolgt vom Gruseligen in der Bibliothek (Nadja Schäffer und Jasmin Wachter), aber auch die Nachtgeschichte aus dem Keller (Magdalena Bina und Nora Kohlmayer) fand großen Anklang.)
Und wie erging es den Akteuren bei der Sache? Sie haben sicher einiges dazu gelernt, über die „Kleinen“ („Sie sind so leicht abzulenken, es braucht nur jemand vorbei gehen, und schon……, aber im Allgemeinen waren sie sehr brav!“ – „Irgendwie haben sie keine Fantasie mehr, es hat sie gestört, dass die Packungen der Supermarktdekoration leer waren!“ ), aber auch über die Situation als Vortragender („Also, ein Traumberuf ist Lehrer nicht gerade!“).
Was vom Lesetag geblieben ist?
Einige Geschichten, die in den Kinderköpfen herumgeistern und dort hoffentlich bald Freunde finden, ein Schritt außerhalb des Schulalltags, einige leuchtende Augenpaare, ein bisschen Konzentration, ein Totenschädel, der beinahe zu brennen begonnen hat, ein bisschen Lachen und etwas Spannung und viel, viel Erfahrung, außerdem jede Menge dieses nicht messbaren und bewertbaren Etwas, das man gemeinhin „persönliches Lernen“ nennt. Oder, wie Konstantin, der „Beleuchter“ abschließend bemerkte:
„Die Kleinen scheinen sich darüber zu freuen und wir tun`s auch!“
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